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Tipps ab Werk vom MXGP-Mechaniker

Eine Reihe von Ratschlägen und Tipps vom Red Bull KTM Werksteam-Mechaniker, wie man sein Offroad-Motorrad sicherer machen kann.

Der Australier Wayne Banks, Mechaniker des derzeit Führenden in der FIM MX2-Weltmeisterschaft Pauls Jonass, war durch seine Arbeit an der KTM 250 SX-F maßgeblich am MX2-Titel von Jordi Tixier in der letzten Saison beteiligt. Bei einem Besuch in der KTM Motorsportabteilung in Munderfing trafen wir den sympathischen Mechaniker und baten ihn um drei Tipps aus seiner langjährigen Grand-Prix-Erfahrung, von denen auch Hobby-Fahrer profitieren können …


Wayne Banks & Pauls Jonass Belgien 2015

Wayne Banks & Pauls Jonass Belgien 2015


1) Lenker in gutem Zustand Egal, ob man wie die Red Bull KTM Werksfahrer Renthal-Lenker oder eine andere Marke verwendet, das Lenkerpolster ist eines der Teile, das während eines Rennens stark beansprucht wird. Eine Lösung? Klebeband.

„Das Material des Lenkerpolsters ist oft ziemlich hart, weshalb es ziemlich leicht bricht, wenn es im Rennen von einem Stein getroffen wird, während man hinter jemandem herfährt“, erklärt Banks. „Deshalb kleben wir auf die Innenseite der Abdeckung Klebeband; das verbessert die Festigkeit sowie Haltbarkeit und hilft vor allem, wenn die Strecke steinig ist. Das neue Material von Renthal ist besser und viel widerstandsfähiger, deshalb brauchen wir das Klebeband jetzt nicht mehr so oft, aber vielleicht hilft es Leuten mit älteren Motorrädern oder Lenkern.“

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2) Schnellerer Wechsel des Ritzels Im Motorsport dreht sich alles um Geschwindigkeit; die Motocross-Mechaniker fanden heraus, dass man durch Abfeilen der Hinterachsaufnahme die Getriebeübersetzung in den entscheidenden Momenten schneller verändern kann.

„Wir haben die Hinterachse modifiziert“, erklärt Banks. „Das hilft vor allem, wenn die Fahrer die Getriebeübersetzung sehr schnell ändern wollen und man gerade in der Boxengasse oder woanders ist, wo es schnell gehen muss. Je nachdem, ob der Fahrer die Übersetzung länger oder kürzer haben will, können wir die Achse um 180 Grad drehen und schon kann es wieder losgehen. Wir verlieren keine Zeit beim Kette einstellen und der Fahrer kann so schnell wie möglich wieder auf die Strecke. Das ganze muss vernünftig gearbeitet sein – idealerweise quadratisch und flach; keine Ahnung, warum das Serienmodell so viel größer ist!“


Axle

3) Extra Rad-Sicherheit Herausfordernde Strecken und Bedingungen verlangen der Motorradtechnologie in der MXGP alles ab. Banks sorgt im Vorhinein für etwas mehr Sicherheit an Jonass Motorrad.

„Wir verbinden die Speichen vorne und hinten mit Kabelbindern; wenn sie brechen, dann bleiben sie dadurch hoffentlich in der gleichen Position, fliegen nicht herum und verfangen sich nicht in der Bremsscheibe oder Gabel. Bei Rennen im Sand mit Sprüngen und großen, harten, flachen Landungen werden die Speichen stark beansprucht. Die Kabelbinder montieren wir an allen Rädern. Um ehrlich zu sein, kommt es während der Saison kaum zu irgendwelchen Schäden an den Rädern selbst; die Produkte von Kite und die Excel-Felgen sind sehr gut. Trotzdem kommt es hin und wieder mal zu gebrochenen Speichen und in einem Fall haben die Kabelbinder bereits geholfen und verhindert, dass das Hinterrad blockiert. Ich hatte das vorher schon mal im Paddock gesehen und dachte, das ist eine gute Idee. Wir wollen das Motorrad so sicher wie möglich machen; das ist nicht immer zu 100% möglich, aber wir tun was wir können, um ein DNF-Ergebnis zu verhindern.“


Spokes2
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