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Kutti und das 1190 Adventure-Event, Tag 8: Umgedrehte Rolle

Weil heute kein Fahrtag war, habe ich den Spiess umgedreht und einen Journalisten interviewt. Meine Wahl fiel auf Simon Weir vom britischen Magazin „RIDE“. Er ist mit fünf weiteren britischen Kollegen eingeflogen, um die neue KTM 1190 Adventure zu fahren.


Simon, wie viele Presse-Fahrpräsentationen stehen ungefähr auf deinem Jahresfahrplan?

Simon Weir: 2012 habe ich acht Presseevents besucht, dieses Jahr werden es etwas weniger. Der KTM 1190 Adventure Launch ist meine erste Neuvorstellung dieses Jahr, dafür hoffentlich um so interessanter.

Hast du schon Erfahrungen mit KTM Adventures?

Simon Weir: Aber ja. Ich denke ich kenne mich gut aus, denn ich habe die erste 950er als auch die 990er intensiv erprobt. Beide Bikes habe ich in guter Erinnerung. Ich zähle mich zu den reinen Straßenfahrern. Offroad ist für mich eher der permanente Versuch, nicht hinzufallen. Umso mehr interessiert mich dieses Bike, weil es für KTM speziell auf Asphalt eine neue Dimension zu sein scheint, nach allem, was bisher verlautet wurde.

Morgen die erste Ausfahrt – was erwartest Du?

Simon Weir: Ich gehe davon aus, dass die neue Adventure vor allem in Sachen Power deutlich zugelegt hat. Der Motor stammt ja im Prinzip aus der RC8, mit 150 PS sollte es sehr gut vorwärts gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Bike sich dank der ausgeprägteren Asphaltorientierung vielleicht wie eine starke SMT anfühlt. Also eher noch mehr Qualm, dazu handlich und einfach flott zu fahren. Das vergleichsweise moderate Gewicht klingt vielversprechend, auch im Stand schaut sie eher leicht aus. Ich persönlich mag es, wenn man an manchen Stellen durch das Bike durchsehen kann, alles aufgeräumt und luftig ist. Auf jedem Fall bin ich arg gespannt, wie es sich nun wirklich anfühlt.

Stichwort Elektronik. Du hast als Tester einen guten Überblick zu aktuellen Assistenzsystemen. Deine Meinung dazu?

Simon Weir: Ganz einfach: Her damit, rein damit. Nur gut muss es sein. Als z. B. die ersten ABS-Motorräder auf den Markt kamen, gab es Systeme, die Schwächen hatten. Die Technik wurde aber schnell besser – und heute will es keiner mehr missen. Ich glaube, speziell starke Motorräder sollten mit Fahrhilfen ausgerüstet sein. Sind wir ehrlich, auch die besten Fahren profitieren insgesamt. In funktioneller Hinsicht gute Systeme werden sich auf jeden Fall weiter durchsetzen.

Was fährst Du privat?

Simon Weir: Eine Yamaha Fazer 600. Ich fahre für Ride das ganze Jahr über fast ausschließlich die größten, stärksten und schnellsten Bikes, da empfinde ich es als erholsam, gelegentlich ein unkompliziertes und nicht überstarkes Gerät zu bewegen. Manchmal gibt mir weniger mehr. Morgen dürfen es aber gerne wieder 150 Pferdestärken sein.

Danke Simon – morgen sprechen wir uns wieder!

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