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#inthisyear2005: David Knight gewinnt auf KTM zum ersten Mal das Red Bull Hare Scramble

Jubiläumsstimmung im steirischen Örtchen Eisenerz. Vor 20 Jahren fiel der Startschuss zum ersten Erzbergrodeo – vom 4. bis 7. Juni 2015 geht die 21. Auflage über die Bühne. Schon seit vielen Jahren ist das Offroad-Rennen in der Erzgrube Kult. Bereits wenige Stunden nach Beginn der Online-Anmeldung für das kommende Event waren die heiß begehrten 1500 Startplätze vergeben.


Red Bull Hare Scramble 2005

Red Bull Hare Scramble 2005


Seit der ersten Ausgabe vor 20 Jahren dominiert am Erzberg die Farbe orange. War es bei der Premiere der Südafrikaner Alfie Cox, so traten bald darauf die Enduro-Welt- und Europameister Gio Sala, Stefano Passeri und Juha Salminen oder der fünffache Dakar-Sieger Cyril Despres in seine Fußstapfen. Beim „10jährigen“ trug sich ein weiterer Fahrer aus der KTM Weltmeisterriege in die Siegerannalen ein – David Knight, damals KTMs Top-Fahrer in der E3-Weltmeisterschaft, qualifizierte sich im Prolog für das alles entscheidende Hare Scramble.


Erzberg 2005

Erzberg 2005


Am Sonntag ließ der „Knighter“, so sein Spitzname, dann nichts mehr anbrennen und erreichte als erster den Red Bull-Zielbogen auf dem Erzberg. Unglaubliche elf Minuten Vorsprung hatte er auf Juha Salminen herausgefahren, dem Sieger von 2001 und mit damals sechs Weltmeistertiteln einer der erfolgreichsten Endurofahrer überhaupt. 2006 konnte David Knight seinen Erfolg wiederholen, diesmal wieder mit einem komfortablen Vorsprung von neun Minuten auf Andreas Lettenbichler.


David Knight Red Bull Hare Sramble 2005

David Knight Red Bull Hare Scramble 2005


Als David Knight am 31. Mai 1978 geboren wurde, muss er bereits Benzin im Blut gehabt haben, denn er wuchs auf der Isle of Man auf, die durch die TT-Rennen legendär geworden ist. Aber auch bei den Enduro-Fans war die „IOM“ damals sehr populär. 1965 hatte die Insel in der irischen See beim 40. Int. Six Days Trial Llandrindod Wells, das bisherige Mekka der Geländefahrer in Großbritannien, abgelöst. Auch beim 50. Six-Days-Jubiläum im Jahr 1975 war die Isle of Man wieder Austragungsort der „Olympiade des Motorradsports“.

So zog es David auf seiner Geländemaschine einige Jahre später in die grünen Hügel der Insel – schon als Schuljunge erzählte er seinen Freunden oft, dass er einmal Weltmeister werden würde. Bis dahin sollten aber noch einige Jahre ins Land gehen. Mit großem Ehrgeiz schaffte er es in den FIM Junior Cup und seit 2001 kämpfte er gegen die damaligen KTM Größen Juha Salminen oder Samuli Aro und schlug sich dort ganz achtbar.

Da war es eigentlich nur konsequent, dass er 2004 ins Weltmeisterteam aus Mattighofen wechselte und auf Anhieb hinter seinem finnischen Teamkollegen Samuli Aro die Vizeweltmeisterschaft in der großen E3-Klasse gewann. 2005 war der „Manxman“ dann KTMs Nummer 1 in der E3-Klasse, nachdem Samuli Aro in der E2-Klasse seinen zur amerikanischen Cross Country-Serie gewechselten Landsmann Juha Salminen ersetzte.

Mit dem prestigeträchtigen Erzberg-Sieg in der Tasche, setzte sich der „Knighter“ auch in der Enduro-WM schon vorzeitig die WM-Krone auf und sorgte damit für den totalen KTM Triumph. Alle drei Enduro-Weltmeistertitel gingen an KTM. Ivan Cervantes, Samuli Aro und David Knight reisten als amtierende Weltmeister zur Valli Bergamasche, dem italienischen Endlauf, an.

Im Folgejahr wurde Knight noch besser – neben der überlegenen Titelverteidigung am Erzberg dominierte er auch die E3-Weltmeisterschaft in beeindruckender Weise, wobei er alle 14 WM-Läufe und nahezu alle Special Tests gewann. 2007 und 2008 wechselte Knight in die USA, wo er in die Fußstapfen von Juha Salminen trat und zweimal in Folge die Grand National Cross Country-Serie gewann. Nach einem mehr als enttäuschend verlaufenen „Auswärtsspiel“ kehrte Knight 2010 ins KTM Team zurück, wo er mit der bewährten Maschine in gewohnt souveräner Weise Weltmeistertitel Nr. 3 einfuhr.

Wie fit der mittlerweile 37-jährige „Knighter“ auch heute noch ist, konnte man bei der aktuellen SuperEnduro-Weltmeisterschaft sehen. Auf einer privaten KTM lag der Brite vor dem Endlauf im französischen Cahors noch auf aussichtsreicher Position, bevor ihm eine Erkrankung seine Pläne durchkreuzte und er zum Zuschauen verdammt war. Rang 4 in der Gesamtwertung hinter dem Abo-Sieger Taddy Blazusiak ist da schon ein mehr als respektables Ergebnis.

Und der „Knighter“ ist noch lange nicht satt – in der Saison 2015 hat der 17-fache britische Titelträger zwei weitere Meisterschaften in der nationalen Cross Country-Serie und der britischen Enduromeisterschaft ins Visier genommen. Zwar blieb er beim Auftakt zur BEC noch punktelos, dafür warf er aber mit einem souveränen Auftaktsieg in der GBXC seinen Hut in den Ring der Titelaspiranten. Und dabei hat die Saison gerade erst begonnen …


Fotos: Flo Hagena / Red Bull Content Pool

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