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#inthisyear1997: KTM präsentiert die erste LC4-ADVENTURE

Wer schnell und weit reisen möchte, braucht nicht viel. Nur das Beste. Für solche Menschen baut KTM die ADVENTURE. Und das jetzt schon seit genau 20 Jahren. ADVENTURE bedeutet bei KTM mehr als nur ein großer Tank oder ein verchromter Auspuff, das ganze garniert mit Aufklebern, die an Erfolge im Rallysport erinnern – bei KTM ist ADVENTURE eine Philosophie, die 1997 mit der 640 LC4 ADVENTURE ihren Anfang nahm.

Der hochmoderne LC4-Motor, der zehn Jahre zuvor seine Premiere hatte, war mittlerweile zu einem standfesten und alltagstauglichen Aggregat gereift. Neben einem optionalen E-Starter gab es ab dem Modelljahr 1997 auch einen serienmäßigen Katalysator, weil KTM schon früh erkannt hatte, dass bei allem Fahrspaß die Umwelt nicht aus den Augen verloren werden durfte. Während die LC4-Competition-Modelle für den Wettbewerbseinsatz noch kompromissloser auf ihren Einsatzzweck ausgelegt wurden, gab es mit der LSE eine weitere Variante für die Hobbyfahrer, die nicht über das Gardemaß eines Heinz Kinigadners verfügten. Die LSE – „Low Seat – E-Starter“ – bot eine um ganze sieben Zentimeter geringere Sitzhöhe und der Motor konnte durch einen Druck auf den Starterknopf zum Leben erweckt werden. Bereits einige Jahre zuvor war die Asphaltfraktion, welche die Hard Enduristen um ihren LC4-Motor beneideten, zufriedengestellt worden, als KTM ihnen mit der DUKE einen Straßenrenner par excellence anbot, aber die Fernreise-Freunde musste entweder selbst Hand anlegen oder auf fernöstliche Fabrikate zurückgreifen, wenn sie einen handlichen Single bevorzugten. Dass der LC4 auch langstreckentauglich war, hatte Heinz Kinigadner schon zwei Jahre zuvor mit sechs Etappensiegen bei der Rallye Dakar und seinem Gesamtsieg bei der Rallye Paris – Moskau – Peking gezeigt. Weshalb also nicht gleich eine fernreisetaugliche Variante für die Reisefreaks ins Programm nehmen?

Wenn man ein solches Motorrad bauen will, ist es besser, wenn man nicht ganz von vorne anfangen muss, sondern auf eine bewährte Ausgangsbasis aufbauen kann. Genau ein solches Motorrad gab es bei KTM – die damals schon legendäre Hard Enduro, gekrönt mit zahlreichen Weltmeistertiteln in der Enduro-WM oder Rallysiegen, aber auch bei den Hobbyfahrern sehr populär, wie die größte deutsche Leserwahl eines Fachmagazins damals zeigte: Die LC4 war bereits seit mehreren Jahren unangefochten zur „Besten Enduro der Welt“ gewählt worden. Natürlich stand auch der Name der Reiseenduro von KTM von Anfang an fest „ADVENTURE“ – geschaffen für die Motorrad-Abenteurer dieser Welt.

Die Eckdaten für die neue 620 LC4 ADVENTURE legte die Hard Enduro fest: 1-Zylinder, flüssigkeitsgekühlt, Power ohne Ende, dazu ein unerreicht niedriges Leistungsgewicht und ein Edelfahrwerk mit überragenden Handling-Eigenschaften. Das ganze gepaart natürlich mit den Erfahrungen aus dem Werkseinsatz im Rallysport.

Die ADVENTURE hatte serienmäßig sowohl einen Kick- als auch einen E-Starter, durch den Autodeko-Mechanismus entfiel die lästige OT-Suche. Wieviel Wert die Entwickler auf fernreisetaugliche Details legten, erkennt man beispielsweise daran, dass die Kickstarterfunktion völlig batterieunabhängig war, man konnte den Motor also auch bei leerer oder defekter Batterie zum Leben erwecken. Oder am verstärkten Heckrahmen aus Chrom-Molybdän-Rohren. Denn eins war klar – die ADVENTURE musste nicht nur auf der Fahrt zur nächsten Eisdiele eine gute Figur machen, sondern sich auch auf der Urlaubsfahrt mit Sozius und beladenen Koffern auf den schlechtesten Pisten bewähren. Gleich im Premierenjahr wurden speziell für die ADVENTURE fast unverwüstliche Alukoffer mit Halterungen angeboten. Anfangs ermöglichte die untenliegende Doppelauspuffanlage aus Edelstahl sogar zwei gleich große Koffer auf beiden Seiten.

Keine Frage, dass sich die Optik an die erfolgreichen Rallymaschinen anlehnte. Das Kombiinstrument bot alles, was man sich auf einer Reise nur wünschen kann – neben einem analogen Drehzahlmesser zeigte das Kombiinstrument Geschwindigkeit, Zeit und Kilometerstand an, dazu gab es zwei programmierbare Tripmaster und auf Wunsch sogar einen Roadbook-Halter, eine Fernsteuerung für das Kombiinstrument und einen GPS-Anschluss.

Und auch sonst war alles, was gut und teuer ist, serienmäßig. Brembo-Bremsen, vorne sogar mit einer 300 mm großen Scheibe, Stahlflex-Bremsleitungen, eine voll einstellbare „Extreme“- Telegabel mit 50 mm Standrohrdurchmesser von WP, seit neuestem auch zur KTM-Familie gehörend, oder Metzeler Sahara 3-Reifen.

Als 2003 die 950 LC8 ADVENTURE ins Programm genommen wurde und in Vergleichstests auf Anhieb mit den früheren Platzhirschen gleichzog, war der kräftige V2 schnell das Objekt der Begierde bei der Reisefraktion. Dazu gab es nach dem „Arabischen Frühling“ immer weniger Möglichkeiten zu individuellen Abenteuerreisen durch die Sahara. Die Zeiten haben sich geändert. Abenteuer wird nun anders definiert als vor 20 Jahren. Aber ganz gleich ob auf dem Stilfser Joch, der kroatischen Küstenstraße oder in den australischen Blue Mountains oder südafrikanischen Drakensbergen: bis heute ist die KTM ADVENTURE die Referenz im Segment der Travel Bikes.

KTM 1290 SUPER ADVENTURE S MJ2017


Fotos: KTM

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