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DUKE IT!

Von 125 bis 1301ccm – auch 2015 präsentiert sich die aktuelle KTM DUKE Modellreihe vielseitig. Beim ‘DUKE IT’ Mediaevent in Thailand war der KTM BLOG vor Ort, um die sechs DUKE Modelle zu testen und mehr über die Neuerungen der 390 DUKE, KTMs erstem weltweiten Superstar, für die Saison 2015 zu erfahren.

DUKE. In der modernen Ära der KTM Sportmotorräder sind es exakt diese Modelle, mit denen sich die österreichische Marke auch auf Asphalt einen Namen gemacht hat. Oder sollte ich besser sagen, es war eine weitere, gute Alternative, um mit profillosen Reifen zu fahren.

Nur 21 Jahre zuvor verhalf dieses Motorrad KTM schnell zu einem gewissen Ruf und wie die meisten von uns wissen, ist der erste Eindruck meist der entscheidende. Um ehrlich zu sein, hatte KTM auch gar nicht vor, einen anderen Eindruck zu erwecken und goss noch zusätzlich Öl ins Feuer, indem sie die DUKE Reihe mit mehr Leistung und einem zusätzlichen Zylinder ausstatteten. Aus 620 wurde 640, aus 640 wurde 690, von der es später auch eine sportlichere ‘R’-Variante gab, die dann von einer nochmals stärkeren 990 getoppt wurde. Mit der Präsentation der 125, 200 und 390 wurde die DUKE-Familie noch größer … und dann kam die 1290. Aber wir alle kennen das ’Biest’, lasst uns also ein bisschen zurückspulen.

Die Entstehungsgeschichte der DUKE ist nicht besonders spannend, passt aber perfekt in die frühe KTM Ära: lasst uns die Ärmel hochkrempeln und ein konkurrenzfähiges Motorrad bauen. KTM und Gerald Kiska (von Kiska Design) entwickelten 1994 auf der Basis einer LC4-angetriebenen 620 Enduro (technisch 690 ccm) die erste Supermoto für die breite Masse – und wir haben sie geliebt.

Nicht nur der Hubraum und die Zahl der DUKE Modelle wuchs, auch KTM. Absatzzahlen und die Zahl der eingefahrenen Weltmeistertitel stieg gleichermaßen und ab 2005 ergänzte die von einem LC8 V-Twin angetriebene 990 SUPER DUKE die 950 ADVENTURE und 950 SUPERMOTO und unterstrich umso mehr, dass KTM zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten im Bereich der großen Straßenmotorräder geworden war. Besonders bemerkenswert: sie sind immer ihren eigenen Weg gegangen, ohne sich von anderen beeinflussen zu lassen. Von Anfang an hatten die DUKEs einen bestimmten Charakter, der sich auch in der aktuell sechs Modelle umfassenden DUKE Familie (125, 200, 390, 690, 690 R und 1290 SUPER DUKE R) wiederfindet und Fahrern jedes Alters und jeder Könnensstufe das Gefühl vermittelt, ein echtes, sportliches Naked Bike zu fahren.

Zum ersten Mal überhaupt versammelte KTM Anfang 2015 die vielfältige DUKE Modellreihe für internationale Medienvertreter an einem Ort. Der Khao Yai Nationalpark und der in der Nähe gelegene Bonanza Speedway waren Ende Februar Schauplatz des ‘DUKE IT’ Events und der KTM BLOG war natürlich mit von der Partie.

Selbst das älteste Modell der aktuellen Modellreihe, die 2001 vorgestellte 125 DUKE, ist noch sehr jung (sie erhielt 2013 einige Updates und ist nun die erste 125er mit ABS als Standard – ein bedeutendes Sicherheitsfeature). Auch die anderen Modelle erhielten kleinere technische Updates – meist so klein, dass nicht viel darüber gesprochen wurde.

Thomas Kuttruf, KTM Presse/PR Manager, und Diego Arioli, Leiter des Produktmarketing, sprachen mit uns über die Besonderheiten der sechs Modelle, bevor wir am nächsten Tag unter der heißen thailändischen Sonne viel Zeit im Sattel er sechs Modelle verbringen konnten.


KTM Naked Bike Media Launch 2015

KTM Naked Bike Media Launch 2015


125 DUKE Mit dem seit 2013 als Standard erhältlichen ABS und dem optionalen weißen Design, avancierte die 125 DUKE seit ihrer Präsentation 2011 zur beliebtesten 125er in Europa. Basierend auf dem gleichen Chassis wie ihre größeren Geschwister – 200 und 390 DUKE – ist die kleinste DUKE ein solides Motorrad – kein Möchtegern – mit einer Vielzahl an PowerParts, um die charismatische Maschine weiter zu personalisieren.

200 DUKE Mit der 200 DUKE hatte ich eine Menge Spaß auf der viel zu kurzen Strecke vom KiriMaya Resort zum Bonanza Speedway. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die 200 DUKE vor allem in Ländern, in denen selbst kleinvolumige Motorräder von Zulassungs- und Steuerbehörden als großvolumige Luxusmotorräder eingestuft werden. Mit hochqualitativen Federelementen, Bremsen und einem leistungsstarken Motor ist offensichtlich, warum die 200 DUKE in den letzten beiden Jahren eine solche Erfolgsgeschichte feierte.

390 DUKE Was ist neu im Jahr 2015? Eine ganze Menge. Der leistungsstarke und sparsame Motor erhielt für 2015 eine Anti-Hopping-Kupplung, die übermotivierten Gemütern das Runterschalten erleichtert, und die bereits bei den RC-Modellen eingesetzte Lichtmaschine sorgt für eine präzisere Leistungsabgabe. Eine deutliche, und am Handgelenk spürbare, Veränderung ist der von 88° auf 77° reduzierte Gasweg – eine kleinere Handbewegung erzielt das gleiche Ergebnis.

Die neue komfortablere Sitzbank konzentriert den gesamten Druck auf der Airbox. Für noch mehr Wohlbefinden sorgen neue Griffe und Pirelli Diablo Rosso III Reifen, die perfekt auf die orangen Felgen passen und wie die robusteren Blinker uneingeschränkt sportliches Fahren ermöglichen.

Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung im Khao Yai Nationalpark, zeigte sich die 390 DUKE auf den welligen, von Laub und manchmal auch von Elefantensch … bedeckten Straßen von ihrer besten Seite. Mehr als einmal konnte ich das ABS und die Bremsen einem Funktionstest unterziehen. Der Motor läuft perfekt, egal ob am oberen Limit oder bei der Beschleunigung im falschen Gang aus einer langsamen Kurve.

Die 390er begeistert aber nicht nur auf der Straße. Mit ihr drehte ich die ersten Runden auf dem Bonanza Speedway und hatte viel Spaß bei dem Versuch, mit einer 690 DUKE mitzuhalten. Die Bremsleistung ist überragend und das Fahrwerk kam sowohl mit ebenen, schnellen Kurven als auch holperigen Kehren zurecht. Obwohl nicht einstellbar, ist es ein Beweis für die hohe Qualität der Federelemente, dass sie mit vielen verschiedenen Anforderungsprofilen zurechtkommen und das Thema Bodenfreiheit wurde nur in ein paar Kurven wirklich relevant. Für Neueinsteiger werden die süchtig machenden 44 S perfekt über das gesamte Drehzahlband verteilt und auch für erfahrene Fahrer reichen sie aus, um das vielseitige Fahrwerk bestmöglich zu nutzen. Für die meisten von uns, ist die 390er also mehr als genug. Ein Motorrad, das unter der Woche auf dem Weg zur Arbeit, aber auch am Wochenende zum Vergnügen gleichermaßen Spaß macht.


KTM 390 DUKE, KTM 200 DUKE & KT 125 DUKE 2015

KTM 390 DUKE, KTM 200 DUKE & KTM 125 DUKE 2015


690 DUKE 2015 erhielt die 690 DUKE neue Graphics in weiß und schwarz sowie Aufkleber für die Felgen. Das neue Design präsentiert sich ein bisschen jugendlicher als zuvor und wenn man sich hinter den Lenker schwingt, fühl man sich tatsächlich um Jahre jünger. Leicht, niedrig und schmal – das Fahrwerk aus einem Stahlgitterrohrrahmen ist natürlich ‘READY TO RACE’. Trotzdem ist es für mich der Motor, der dieses Bike so besonders macht. LC4, die Anfänge der DUKE Familie. Unvergleichlicher Einzylinderpunch und KTM hat den Motor noch weiterentwickelt, so dass er nicht nur mit Leistung, sondern auch mit Sanftheit, langen Serviceintervallen und unglaublicher Kraftstoffeffizienz glänzt. Und natürlich sind Wheelies möglich – die sind in Thailand legal oder?

690 DUKE R Ich habe eine 690 DUKE R, ich bin also voreingenommen, wenn es um dieses Motorrad geht. Die orangen Felgen sind ein willkommenes Highlight und helfen bei der Unterscheidung von der Variante ohne ‘R’. Zwar ist der Preis der ‘R’ ein bisschen höher, aber die verbauten Komponenten und das bisschen mehr Leistung sind im Vergleich zum Standardmodell deutlich spürbar. Nur nebenbei: es ist nicht möglich eine 690 DUKE durch PowerParts in eine gleichwertige R-Version zu verwandeln ohne Unmengen zu investieren!

Die 690 DUKE R ähnelt den im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft 2012 gefahrenen Bikes des KTM European Junior Cups und ist das perfekte Motorrad für alle Fahrer, die den großen Bikes auf ihren Lieblingsstrecken eins auswischen wollen.

Auch der ehemalige MotoGP-Pilot und KTM Testfahrer Jeremy McWilliams war vor Ort, drehte ein paar Runden auf dem Bonanza Speedway und wählte ein Setting, mit dem wir auch in technischen Abschnitten der Strecke ordentlich Boden auf die 1290 SUPER DUKE R gut machen konnten. Das ‘R’ sollte man nie unterschätzen.


KTM 690 DUKE & KTM 690 DUKE R 2015

KTM 690 DUKE & KTM 690 DUKE R 2015


1290 SUPER DUKE R 2014 hinterließ das ´Biest´ auf Asphalt mächtig Eindruck und bleibt daher für 2015 unverändert. Trotz des Spitznamens hat das Bike vielen Fahrern bewiesen – mich eingeschlossen – wie fahrbar es ist.

Die Fahrposition ist komfortabel (solange man die Geschwindigkeit bei langen Fahrten niedrig hält, um einen steifen Nacken zu vermeiden), da KTM irgendwie das Unmögliche geschafft hat und den Scheinwerfer sowie den Multifunktions-Tacho so zu integrieren, dass sie den Wind effektiv umleiten.

Das Chassis ist nicht wie bei der extremen 990 SUPER DUKE, bei der man das Gefühl hat, das Vorderrad läge direkt unter der Sitzbank, aber trotzdem ist die 1290 SUPER DUKE R die perfekte Wahl für die Rennstrecke (mehr dazu gleich).


KTM 1290 SUPER DUKE R 2015

KTM 1290 SUPER DUKE R 2015


Auch bei diesem Bike geht es vor allem um den Motor. So viel Leistung in jedem Gang; bei niedriger Drehzahl oder am Limit – erbarmungslos drängt das Biest vorwärts (manchmal auch himmelwärts). Das ausgeklügelte MTC (Motorcycle Traction Control) sorgt für sichere Fahrten, auch bei denen, die nicht über das sensibelste rechte Handgelenk verfügen und wenn nicht die Kontrollleuchte im Dashboard aufleuchten würde, wüsste man gar nicht, dass die Software arbeitet. Für alle Vergnügungssüchtigen sei aber auch gesagt, dass sie Elektronik natürlich auch abgeschaltet werden kann.

Zwar kann man mit der 1290er gar nicht genug Zeit auf der Straße verbringen, aber auf Thailands Straßen nicht zu fahren, wo selbst die 690er um Bodenhaftung ringt, war kein großer Verlust! Nachdem ich mit der 390 DUKE ein paar Aufwärmrunden auf dem Bonanza Speedway gedreht hatte, wechselte ich auf die 1290 SUPER DUKE R. Die Reifenwärmer auf den glänzenden Slicks sowie der Titanium-Akrapovič-Auspuff tun ihr Übriges zum perfekten Rennfeeling.

Neben zahlreichen glänzenden PowerParts sind es die Graphics, die den perfekten Race-Look komplettieren. Ich bin wirklich eingeschüchtert … natürlich versuche ich mir das gegenüber den KTM Mechanikern nicht anmerken zu lassen.

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KTM 1290 SUPER DUKE R Bonanza Speedway 2015

„In dieser Ausstattung hat das Bike nochmal 10 PS extra, das macht einen gewaltigen Unterschied“, erklärt McWilliams und fügt dann noch hinzu: „Du willst bestimmt die Traktionskontrolle anlassen. Im Ernst, das willst du bestimmt.“

Ja, ich wollte die Traktionskontrolle anlassen und habe es zweimal überprüft, bevor ich auf die Strecke ging. Nur 30 Minuten zuvor, riet mir der gleiche Mann es auf der Strecke langsam angehen zu lassen, da kaum Auslaufzonen vorhanden sind. Mit angefahrenen Reifen und mit einem Wheelie fahre ich im dritten Gang aus einer Kurve und spüre das ganze Potenzial dieses Bikes, als ich versuche, McWilliams auf einem identischen Bike zu folgen. Er pusht nicht, aber schon bald zieht er davon und der Rest meiner Session vergeht so schnell (nicht, dass ich schnell unterwegs wäre). Aber dieses Gefühl macht süchtig. Dieses Bike schmeichelt meinem Können und ich will unbedingt weiter fahren.

Wer braucht schon ein vollverkleidetes Bike?!

Fotos: Sebas Romero | Luke Brackenbury

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