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10 interessante Dinge über Red Bull KTM Star Pauls Jonass

Der KTM BLOG traf den 18-jährigen Pauls Jonass. Der Rookie im Red Bull KTM MX Werksteam hat  in der FIM Motocross-Weltmeisterschaft bereits mächtig Eindruck gemacht.

Pauls Jonass lächelt. Nicht zufrieden damit, die Nummer 1 in der 85ccm- und 125ccm-Klasse zu sein, startet der Lette 2015 in seine erste Saison als KTM Werksfahrer als Teamkollege von Jeffrey Herlings auf der überragenden KTM 250 SX-F (ein Bike, das die MX2-Weltmeisterschaft durchgängig seit 2008 gewonnen hat). Bereits im letzten Jahr sammelte Jonass bei ausgewählten Grand Prix Erfahrung in der Weltmeisterschaft und ist nun bereit, sich in den 18 Rennen mit den besten der Welt zu messen. Letzte Woche beim Saisonauftakt in Katar, konnte er von Beginn an mit der Spitze mithalten und ist sich der Unterstützung des 10-fachen Weltmeisters Stefan Everts gewiss. Für uns nahm sich die Nummer 41 Zeit, so dass wir mehr über den Teenager herausfinden konnten, dem die MX-Welt zu Füßen liegt …

1. Ein Werksfahrer aus Lettland ist nicht die Regel. Dass es seit 2009 einen Grand Prix in Kegums gibt, hat dabei wahrscheinlich geholfen … „Ja, das hat sicherlich geholfen. Jetzt kennen sehr viel mehr Leute in Lettland den Motocross-Sport … und ich glaube auch das Motocross of Nations letztes Jahr hat geholfen. Zwar hatten wir zuvor nationale Rennen und Rennen der Europameisterschaft, aber der GP war etwas Besonderes in Lettland. Die Leute konnten nah dabei sein, die großen Trucks und die Fahrer sehen und sich vorstellen, bis wohin man es in diesem Sport schaffen kann. Als ich den Vertrag bei KTM unterschrieb, wurde darüber in Lettland viel berichtet.”

2. Schuld ist sein Cousin … „Als ich fünf war, habe ich mit dem Sport angefangen. Ich bin genauso alt wie mein Cousin und sein Vater kaufte ihm ein Motorrad. Wir hatten damals eine kleine Strecke direkt neben unserem Haus und dort ist er gefahren. Ich wollte es auch versuchen und sie haben mir gesagt, dass ich mich für´s erste Mal gut schlagen würde. Da hatte mein Vater natürlich keine Wahl und musste mir auch ein Motorrad kaufen. Damit hat alles angefangen. Ich bin zunächst mit der 50er gefahren, habe mich dann aber schnell weiterentwickelt, über die 65er, 125er bis in den Grand Prix. Und jetzt ist es mein Beruf! Am Anfang war es nur Spaß, aber als ich anfing, gab es niemanden in Lettland, der einmal Weltmeister in der 85ccm-Klasse geworden war und ich schwor mir, dass ich der erste sein würde … am Ende habe ich dieses Ziel erreicht. Anfangs habe ich nicht über den GP nachgedacht, bin aber jedes Jahr ein Stückchen näher rangekommen und jetzt bin ich mittendrin.“

3. Das mittlere Kind … und das „Sorgenkind” seiner Mutter … „Ich habe zwei Schwestern. Die eine ist 21, die andere 5 Jahre alt. Meine Mutter arbeitet als Lehrerin und mein Vater hat eine Firma, die Paletten herstellt. Ich komme aus einem kleinen Dorf namens Kalvene, in dem etwa 500 Menschen leben. Unser Haus liegt zwei Kilometer außerhalb und in der Nähe steht nur noch das Haus von meinem Cousin: Ich bin also ein Junge vom Lande! Meine große Schwester ist einer meiner größten Fans und wenn sie kann, kommt sie zu den Rennen und meine kleine Schwester ist von Anfang an Teil der Motocross-Familie gewesen, sie hatte also nicht wirklich eine Wahl! Meine Mutter kommt nicht gerne zu den Rennen, sie kann das nicht so gut ertragen.“

4. Unterschätze nie die Bedeutung eines nationalen Händlertages … „Mein erstes Bike war eine KTM mit 50 ccm. Auch die 65er war eine KTM genauso wie die 85er. Ich besuchte einen KTM Test, der von Sidecar-Weltmeister Kristers Sergis organisiert wurde. Er ist Händler in Lettland und meinte bei dem Test, dass ich mich auf dem Bike gut anstellen würde. Im ersten Jahr hat uns KTM Lettland unterstützt und als ich in die 125-ccm-Klasse gewechselt bin, bekam ich Werksunterstützung und einen Fünfjahresvertrag. Ich war die ganze Zeit Teil der KTM Familie, mittlerweile seit fünf Jahren.“

5. Es ist etwas besonderes Werksfahrer zu sein … aber auch eine Verantwortung … „Es ist einfach nur großartig. Ich gehöre nicht zu den Fahrern, die irgendwelche besonderen Teile brauchen. Ich denke eher „Gib mir das Bike, ich fahre es, wie es ist“. Ich habe mich noch nicht an das Gefühl gewöhnt, dass das Motorrad speziell für mich hergerichtet wird! Ich weiß, dass ich jedes Teil testen kann, das ich will und darum bitten kann, Dinge zu ändern, aber die neue 250er ist einfach großartig. Sie hat soviel Leistung und ist dabei so einfach zu fahren. KTM hat bei der Entwicklung dieses Motorrads einen großartigen Job gemacht. Ich erinnere mich daran, als ich in Lettland meinen ersten Grand Prix besucht habe und wir die Chance hatten in die Red Bull KTM Hospitality zu gehen … ich konnte es kaum glauben. Damals war es wie ein Traum und jetzt bin ich hier. Das ist mein Team und alle sind so freundlich. Natürlich spüre ich auch einen gewissen Druck, aber ich gebe mein Bestes und mehr kann ich nicht tun. Ich hoffe, die guten Ergebnisse kommen.“

6. Ein Werksmotorrad kann den Unterschied machen … „Ja! Im Marchetti Team bin ich letztes Jahr bereits mit der KTM 250 SX-F gefahren und als ich dann auf das Werksmotorrad gestiegen bin, war das ein großer Unterschied. Vielleicht nicht so sehr in Sachen Leistung, aber insgesamt, die Federelemente, das ganze Paket. Der Wechsel von der 125er auf die 250er war ein ziemlich großer Schritt, aber um dich im Sport weiterzuentwickeln, musst du diese Schritte wagen. Ich habe diesen Winter hart trainiert, um das Werksbike bestmöglich fahren zu können. Ich hoffe, es wird ein gutes Jahr für mich.“

7. Die Zusammenarbeit mir Stefan Everts war Teil der Vorbereitung auf das höchste Level … „Die Zusammenarbeit mit Stefan begann letzten Sommer und seit Juli hat er ein Trainingsprogramm für mich aufgestellt. Nach dem MX of Nations Anfang Oktober, haben wir angefangen noch enger miteinander zu arbeiten und er hilft mir in vielerlei Hinsicht. Ohne ihn würden mir bei den Grand Prix keine Holeshots gelingen (bei seinem ersten GP in Katar startete Jonass sehr gut). Nur wegen mir ist er zum ersten Grand Prix gekommen. Er hilft mir mental und physisch, aber mein Trainer ist Stefans alter Physio Willy Linden. Wenn Stefan etwas sagt, dann ist diese Information wirklich wertvoll und es ist, als würde sich in meinem Kopf ein Schalter umlegen. Er ist smart und hat so viel Erfahrung.“

8. Über einige ungewöhnliche Freizeitaktivitäten … „Wenn ich nicht Rennen fahre oder trainiere, bin ich meist draußen. Ich sitze nicht gerne auf der Couch und spiele Videospiele. Als Motocrosser bleibt nicht viel Zeit für andere Aktivitäten. Am Morgen beginnst du mit dem Training und abends ist man so müde, dass man nur noch etwas essen und dann schlafen will. Bei einem freien Tag in der Woche, will man sich nur noch ausruhen und erholen. Ich kann nicht genau sagen, was mich dazu bringen würde sofort das Haus zu verlassen, wenn mich ein Freund anrufen würde … eine gute Frage. Fußball ist ganz ok, aber nicht mein Lieblingssport. Im Winter haben wir in Lettland viel Schnee und Eis und ich spiele gerne Hockey, ab und zu gehe ich auch Skifahren. Snowboarden habe ich bisher noch nicht ausprobiert, aber in Lettland fahren wir viel mit Schneebikes.“

9. Fahrstil entwickelt sich … „Bevor ich angefangen habe mit Stefan zu arbeiten, war ich ein Fahrer, der viel gepusht hat. Jetzt fahre ich ein bisschen sanfter und brauche weniger Energie.“

10. Dies und das … „Musik: Ich höre alles, gib mir irgendwas und ich werde es mir anhören. Vielleicht eher Popmusik. Film: Auf dem Weg nach Katar habe ich Edge of Tomorrow gesehen, ein ziemlich guter Film. Mir gefällt aber auch Dream Team 1935, ein lettischer Sportfilm. Sport: Die Olympischen Spiele. Anderer Motorsport: MotoGP, ganz anders, aber sieht nach Spaß aus. Mädchen: Lettische natürlich, 100%, du warst schon mal da, du weißt also warum! Schuhe: auf jeden Fall Nike. Uhr: Keine Vorlieben. Technologie: iPhone, ich habe mir dieses Jahr eines gekauft und es ist toll. Website: Twitter, Instagram, Facebook! Jeden Tag! Bücher: Ich lese nicht so gerne, eher Magazine.“

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